KONSUM & ERNÄHRUNG

Als Ernährung sollte man nicht nur die reine Aufnahme von Nahrung betrachten sondern viel mehr beinhaltet das Thema soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Aspekte. Jeder Mensch auf der Erde muss essen, aber wie und was ist von jeweiligen Lebensstilen, Einstellungen und Ansprüche sowie von kulturellen, sozialen und geographischen Aspekten geprägt. Das Thema Ernährung enthält somit viele Facetten und wurde auf Grund seiner hohen Bedeutung als Themenschwerpunkt der Weltdekade der Vereinten Nationen „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014“ für das kommende Jahr 2012 ernannt. Um euch einen Einblick und Hintergrundinformationen zu dem Thema zu geben, haben wir hier die neue Kategorie „Kampagne 2012“ ins Leben gerufen.

Nachhaltige Ernährung

 

Was ist nachhaltige Ernährung?

“Nachhaltige Ernährung setzt das gesellschaftliche Leitbild der nachhaltigen Entwicklung für den Ernährungsbereich um. Nachhaltigkeit bedeutet, ein natürliches System so zu nutzen, dass es in seinen wesentlichen Merkmalen erhalten bleibt. Eine nachhaltige Entwicklung ist erreicht, wenn die Menschen ihre Bedürfnisse so befriedigen, dass zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse auf demselben Niveau befriedigen können.” (nach Schüppel)

Was beinhaltet nachhaltige Ernährung?

Bei nachhaltiger Ernährung geht es darum, sich selbst aber auch allen anderen Menschen sowie der Umwelt gegenüber verantwortlich und zukunftsorientiert zu handeln damit folgenden Generationen die gleichen Voraussetzungen zur Befriedigung der Bedürfnisse gegeben ist. Die Gründe für eine nachhaltige Ernährung werden in vier Dimensionen unterteilt, die sich jedoch überschneiden können.

1. Gesundheitliche Dimension: Jeder sollte sich nachhaltig ernähren, um einen gesunden Lebensstil zu führen. Schlechte Ernährung hat nicht nur negative Auswirkungen direkt auf den Körper, sondern Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Unkonzentriertheit, verringerte Lern- und Leistungsfähigkeit sowie durch Fettleibigkeit ein vermindertes Selbstwertgefühl ist oftmals die Folge. Die individuellen Essgewohnheiten sind durch den persönlichen Konsum, den eigenen Lebensstil und die soziale Herkunft geprägt.

2. Ökologische Dimension: Ernährung hat einen hohen Einfluss auf unsere Umwelt und eine hohe Beteiligung an der Umweltbelastung. Der einflussreichste Aspekt ist dabei der Transport von Lebensmitteln und der damit verbundene CO2-Ausstoß. Weiterhin wird bei der Herstellung viel CO2 produziert und die Umwelt damit belastet. Nicht nur die Schadstoffbelastung durch anthropogene Emissionen, aber auch die Überfischung der Meere, der Artenschwund, die Bodenzerstörung durch Erosion und Verdichtung, das Waldsterben und natürlich die Klimaveränderung und der Treibhauseffekt sollten Anlass sein, durch nachhaltige Ernährung die Umwelt zu schützen.

3. Soziale Dimension: Mit dieser Dimension ist die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen weltweit gemeint. Das eigene Konsumverhalten beeinflusst die Produktionsbedingungen in den Ursprungsländern und bestimmt den Preis für Nahrungsmittel in dem eigenen Land. Mit der hohen Nachfrage nach Billigprodukten mindern die Bewohner der Industriestaaten die Chance für Landwirte in der dritten Welt einen fairen Preis für ihre Arbeit und Ware zu erhalten.

4. Ökonomische Dimension: Diese Dimension geht mit der sozialen Dimension Hand in Hand und befasst sich mit den Handelsbeziehungen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern. Auch hierbei sollte jeder verantwortlich gegenüber den Entwicklungsländern handeln.

 

Die sieben Grundsätze einer nachhaltigen Ernährung

Als Lösungsvorschlag für die Probleme der einzelnen Dimensionen wurden sieben Grundsätze für eine nachhaltige Ernährung verfasst:
1. Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel (überwiegend lakto-vegetabile Kost)
2. Ökologisch erzeugte Lebensmittel
3. Regionale und saisonale Erzeugnisse
4. Bevorzugung gering verarbeiteter Lebensmittel – reichlich Frischkost
5. Umweltverträglich verpackte Produkte
6. Fair gehandelte Lebensmittel
7. Genussvolle und bekömmliche Speisen

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Massentierhaltung

 

Wissenswertes rund um das Thema

Umfragen nach wünschen sich über 80% der Verbraucher in Deutschland eine artgerechte Tierhaltung bei der Produktion von Milch, Butter, Eiern oder Fleisch. Die Realität spricht allerdings eine ganz andere Sprache:
In Wirklichkeit stammen rund 97% der Tiere zum Verzehr aus der Massentierhaltung. Insgesamt leben in Deutschland fast 174 Millionen Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben, darunter etwa 27 Millionen Schweine, 13 Millionen Rinder, 131 Millionen Geflügeltiere (davon allein 116 Millionen Hühner), 2,1 Millionen Schafe, 466.000 Pferde und Esel und 124.200 Ziegen. Aber wo sind diese Tiere? Wenn du über Land fährst, halte mal auf den Wiesen Ausschau nach ihnen. Nur noch selten sieht man Kuhherden oder Schweinegruppen geschweige denn Geflügeltiere. Niemand erblickt die enorme Anzahl an Tieren, denn weit über 90% dieser Nutztiere wird in Ställen gehalten. Genauer gesagt leben 96% der Rinder, 99% der Schweine und 98% der Hühner in Massentierhaltung und nur 3% der Gesamtanzahl der Tiere wird unter einer ökologischen Wirtschaftsweise aufgezogen.

Das Ziel der Massentierhaltung ist die Herstellung der maximalen Menge an Fleisch, Milch oder Eiern unter den schnellstmöglichen und günstigsten Methoden mit minimalem Platzanspruch. Kühe, Kälber, Schweine, Hühner, Truthähne, Enten, Gänse, Kaninchen und andere Tiere werden in kleinen Käfigen oder Ställen gehalten, oft so beengt, dass sie sich nicht einmal umdrehen können. Man beraubt sie jeglicher Bewegungsmöglichkeit, damit ihre ganze Körperenergie in das Fleisch geht, das der Mensch später verzehrt.


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Vor rund 40 Jahren war gesunde Ernährung und der Erwerb von Fleisch- und Molkereiwaren noch ein Luxus für wenige und die flächenhafte Versorgung mit Frischwaren mangelhaft. Die Deutschen gaben mehr als 35% ihres Einkommens für Lebensmittel aus – seit 2005 sind es nur noch etwa 10%. Fleisch, Brot, Obst, Gemüse und Molkereiprodukte sind noch nie so billig und verfügbar gewesen wie heute. Es scheint, als wäre das Bewusstsein über den Wert der Nahrung versiebt, denn auch in der Werbung wird uns suggeriert: billig ist gut. Die Art, wie Bauern leben und arbeiten, wie sie Tiere und Pflanzen behandeln, hat sich verändert und damit auch die Lebensmittel. Diese sind nicht mehr Produkte halbwegs natürlicher Prozesse sondern stammen aus einer knallhart durchrationalisierten Ernährungsindustrie. Ziel ist längst nicht mehr die Sättigung der Menschen, vielmehr soll uns die gewaltige Überproduktion von Lebensmitteln „schmackhaft“ gemacht werden, denn deutsche Steuerzahler subventionieren diese Überproduktion mit jährlich 50 Milliarden Euro. Wir leben in einer „Wegwerfgesellschaft“, in der das Tier nicht mehr seinen eigentlich verdienten Wert hat, sondern nur ein Stück Fleisch in der Tiefkühltruhe oder eine Gebärmaschine für unsere Frühstückseier ist. Pro Jahr verdrückt ein Durchschnitts-Deutscher fast 90kg Fleisch, dies entspricht einem Schwein, einigen Mengen an Rindfleisch, einem Dutzend Brathähnchen und mehreren Wildschwein-Braten. Dieser hohe Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten kann nur aufrechterhalten bleiben, wenn weiterhin Waren zu Discount-Preise angeboten werden und sich die Wertschätzung gegenüber den Tieren nicht ändert.
Die Umsetzung dieses Massen-Konsums ist nur möglich, weil Billig-Fleisch-Produkte auf Kosten der Bedürfnisse der Tiere hergestellt werden. In den engen Ställen und Käfigen stehen die Tiere zusammen gepfercht und können ihre angeborenen Verhaltensweisen und Triebe nicht ausleben. Sie sollen sich so wenig wie möglich bewegen um keine Energie zu verbrauchen damit sie schneller gemästet werden können. Die Tiere werden in dieser bedrückenden Enge gehalten und entwickeln auf Grund von Platzmangel und dem damit verbundenen psychischen Stress Verhaltensstörungen. Sonst friedliebende Tiere wie Schweine werden zu kleinen Kannibalen und beißen ihre Artgenossen. Um Verletzungen zu vermeiden werden ihnen nach der Geburt ohne Betäubung Schwanz, Ohren und Eckzähne kupiert. Bei Hühnern wird der Schnabel abgeknipst, damit sich die Tiere untereinander nicht verletzen.


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Einzig und allein der Profit zählt noch. Für ein klassisches Brüten der Hühner über einem Ei ist heute keine Zeit mehr. Mehrere Tausend Eier werden in Brutregalen gestapelt und computergesteuert mit Temperatur und Luftfeuchtigkeit künstlich gewärmt. Nach dem Schlüpfen werden die weiblichen Küken mittels eines Fließbandes in die Legebatterie transportiert. Dort produzieren sie etwa 300 Eier pro Jahr, doppelt so viel wie von der Natur vorgesehen.


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Die männlichen Küken können keine Eier legen und sind als Fleischhühner nutzlos. In Europa werden deshalb mehr als 280 Millionen Küken pro Jahr durch Vergasung oder Verwendung eines Häckslers getötet. Diese Küken hatten einfach nur das Pech als Hahn auf die Welt gekommen zu sein. Es gäbe die Möglichkeit bei kleinen Korrekturen in der Zucht die Hähne für die Fleischproduktion zu „retten“, dies würde aber Zeit kosten und den Profit drücken. Die Eier- und Hühnerfleischproduktion sind deshalb heute streng voneinander getrennt.


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Die Hühner für die Produktion von Fabrikfleisch erleben kein besseres Schicksal. Durch eine spezielle Nahrung entwickeln sie überdimensionale Brust- und Keulenmuskeln und der restliche Körper verkümmert. Nach 30 Tagen sind sie bereits vier Mal so schwer wie ihre Artgenossen in den Legebatterien. Die Legehühner sterben nach maximal zwei Jahren, die Masthühner hingegen schon nach 35 Tagen. Die natürliche Lebenserwartung für Hühner liegt bei 15-20 Jahren! Die Lebenserwartung für Hochleistungsmilchkühe liegt bei der Intensivtierhaltung bei fünf Jahren, unter natürlichen Bedingungen erreichen Rinder in der Regel ein Alter von 30 Jahren. Rinder werden mit einer unnatürlichen Diät, einschließlich Sägemehl im Futter, bis auf 500kg gemästet. Kälber werden wenige Tage nach der Geburt ihren Müttern entzogen und in 80cm breite Boxen, so genannte „Kälberboxen“, gesperrt. Die Milch der Mutter wird nicht an das Kalb verfüttert sondern den Menschen zum Kauf angeboten. Das Kalb wird dagegen mit Milchersatz genährt, welchem Eisen entzogen wurde und in dem zusätzlich Hormonen angereichert sind damit das Fleisch schön zart und weiß bleibt. Nach nur 16 Wochen wird das Kalb für den Verzehr geschlachtet. Schweine erreichten früher meist 13 Lebensjahre, heute werden sie in der Fabrik innerhalb von nur fünf Monaten auf mehr als 100kg gemästet und sterben mit ihren Milchzähnen im Maul.

Gefüttert werden die Tiere mit Billig-Soja, da dieser optimale Nährwerte hat. Das Problem mit Soja ist nur, dass er nicht in Westeuropa wächst. In Brasilien werden für den Sojaanbau Regenwälder gerodet und die Ernte an die europäischen Schwein- und Rindmastfabriken exportiert. Durch die Zugabe von Proteinkonzentraten in das Futter wird der Verdauungsapparat von den Tieren ruiniert woraufhin das Immunsystem versagt. Um Erkrankungen vorzubeugen werden zusätzlich Antibiotika dazu gemischt – ein Drittel der weltweiten Antibiotika-Produktion landet in der Landwirtschaft. Durch die Konsumierung der tierischen Produkte oder den Auftrag der Gülle auf landwirtschaftliche Flächen beim Anbau von Gemüse, Salat oder Obst gehen die Antibiotika auf den Menschen über und führen zu Gesundheitsschädigungen.

 

Alternativen zum Kauf von Produkten aus der Massentierhaltung

Als Konsument trägt jeder eine gewisse Verantwortung, denn die Nachfrage steuert das Angebot. Wenn du im Supermarkt stehst und überlegst, welches tierische Produkt du kaufen sollst gibt es im Grunde nur eine Möglichkeit: Produkte aus dem ökologischen Landbau mit einem Bio-Siegel. In Europa wurde 2010 ein EU-Gemeinschaftslogo eingeführt. Die Produkte mit diesem sechseckigen Bio-Siegel müssen die Kriterien der EU-Ökoverordnung erfüllen und garantieren dem Käufer eine gute Qualität. Noch bessere Qualität wird durch das Siegel der deutschen ökologischen Anbauverbände garantiert, da die Produktion noch strengeren Richtlinien unterliegt. Der BUND hat eine Tabelle erstellt, in der man die einzelnen Siegel und die damit verbundene Qualität der Produkte sowie die Empfehlung zum Kauf erlesen kann.


Quelle: BUND

Bei Hühnereiern ist ein Code auf dem Ei abgedruckt, anhand dessen jeder erkennen kann, wie das Huhn gehalten wurde. So könnte ein Code zum Beispiel aussehen: 0 DE-00330222. Die erste Ziffer steht für das Haltungssystem:

                      • 0=Freilandeier aus ökologischer Erzeugung (Bio-Eier)
                      • 1=Freilandhaltung
                      • 2=Bodenhaltung
                      • 3=Käfighaltung

Die beiden darauf folgenden Buchstaben stehen für das Herkunftsland, DE entspricht Deutschland, FR Frankreich, BE Belgien etc. Die Ziffern hinter dem Bindestrich verweisen auf den exakten Betrieb. Auf der Internetseite www.was-steht-auf-dem-ei.de kann man anhand des Codes etwas über den Betrieb in Erfahrung bringen, aus dem das Ei stammt.
Es stammen heute immer noch dreiviertel aller Eier aus Käfig- bzw. Massentierhal-tung! Die Bodenhaltung ist zwar ein wenig besser, aber bei neun Hühnern pro m2 ist Stress für die Tiere unausweichlich. In der Freilandhaltung muss der Auslauf unter freiem Himmel pro Huhn mindestens 4 m2 betragen und bei Bio-Eiern haben die Hühner darüber hinaus noch mehr Platz im Stall, da nur sechs Hühner pro m2 gehalten werden dürfen. Als richtige Alternative zu Eiern aus der Massenproduktion können deshalb ausschließlich Bio-Eier dienen.

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Gen-Food

 

Was ist Gentechnik

Gentechnische Methoden befassen sich vor allem mit der Veränderung und Übertragung von Erbanlagen über Artgrenzen hinweg. Beispiele dafür sind Kartoffeln mit einem Giftgen des Skorpions, Salat mit Rattengenen zur Erhöhung des Vitamin C-Gehalts oder Erdbeeren, die mit Frostschutzgenen von arktischen Fischen verändert wurden. Bei der Gentechnik werden Artgrenzen, die von der Natur vorgegeben werden, ganz bewusst durchtrennt. Sie steht damit im Gegensatz zur herkömmlichen Züchtung, in der die natürlichen Vererbungsregeln nicht gebrochen werden. Das Ergebnis der Gentechnik und der damit einhergehenden Manipulation am Erbgut sind gentechnisch veränderte Organismen (=GVO).

 

Gentechnik bei Pflanzen

Die Gentechnik bei Pflanzen wird als Agrogentechnik oder Grüne Gentechnik be-zeichnet. Sie beinhaltet die Anwendung gentechnischer Verfahren bei der Pflanzenzüchtung und das Ergebnis sind sogenannte transgene Pflanzen.
Die Gentechnik bei Pflanzen gleicht mehr einem Zufallsprinzip, denn meist sind Tausende Versuche notwendig, bis eine transgene Pflanze entsteht. Einzelne Gene mit der gewünschten Eigenschaft können nicht isoliert werden und somit ist es unüberschaubar, wie viele andere Eigenschaften beeinflusst oder verändert werden. Das Fremd-Gen kann sich nach der Übertragung gar in eine neue Gensequenz verändern. Weltweit gibt es vier großflächig angebaute Kulturen, bei denen die GVO-Sorten eine relevante Rolle spielen: Soja, Mais, Baumwolle und Raps.
Genmanipulierte Pflanzen werden in 25 Ländern auf über 134 Millionen ha Land angebaut. 97% der Fläche verteilen sich dabei auf die acht Länder USA, Brasilien, Argentinien, Indien, Kanada, China, Paraguay und Südafrika. Alleine in den USA befinden sich 46% der Flächen.

Quelle: Umweltinstitut München


http://www.naturefund.de/uploads/tx_templavoila/Gentechnik_2_037-01_cr.jpg

Bei den transgenen Pflanzen wurden zwei markante Eigenschaften verändert. Zum einen wurde das Gen des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) eingesetzt. Diese Pflanzen produzieren permanent ein bakterielles Gift, das Insekten abtötet. 24% der Pflanzen sind somit insektenresistent. Die zweite Eigenschaft ist die Un-empfindlichkeit gegenüber Pflanzenvernichtungsmitteln. Beim Spritzen zerstören Herbizide alles pflanzliche Leben bis auf das der genmanipulierten Pflanzen. 76% sind deshalb resistent gegen Herbizide.
In Deutschland wurde bis 2009 der Bt-Mais angebaut. Als Reaktion auf den großen Widerstand der Bevölkerung wurde ein Anbauverbot erlassen. Seit März 2010 wird auf 15 ha in Ostdeutschland die Gen-Kartoffel „Amflora“ angebaut.

 

Gentechnik bei Tieren

Ziel der Gentechnik bei Tieren ist die Anpassung an die Massentierhaltung (z.B. BSE-resistente Kühe), Tiere mit optimierten Eigenschaften (z.B. Milch mit verändertet Zusammensetzung), eine Steigerung der Produktivität (z.B. Schafe mit mehr Wolle) und Schweine als Organspender. Im Jahr 1980 fand der erste Versuch an einer Maus statt, wobei ein DNA-Abschnitt in das Genom des Tieres eingesetzt wurde. Dies führte zu krankhaften Veränderungen der inneren Organe und einem qualvollen Tod. Die Forschung wurde aber trotz der ethisch nicht zu vertretenen Quälerei vorangetrieben. Transgene Schweine leiden an Magengeschwüren, Arthritis oder Nierenkrankheiten. Bei Fischen wachsen Tumore und entstellte Köpfe bzw. Körper. Die Gentechnik bei Tieren führt zu einem massiven Tierleiden!

 

Gesetzgebung und Kennzeichnung

Für Europa wird in einem EU-weiten Genehmigungsverfahren darüber entschieden, welche Produkte aus der Agro-Gentechnik auf dem europäischen Markt zugelassen werden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherung (=EFSA) ist dabei federführend. Dieses Verfahren wird allerdings kritisch gesehen, da Untersuchungen der Saatgutindustrie dafür herangezogen werden und unabhängige Beurteilungen fehlen. Ein weiteres Indiz dafür, dass die EFSA keine objektive Meinung äußern kann, ist der Personaltausch zwischen EFSA und Saatgutindustrie.
Europäische Verbraucher wollen kein Gen-Food, weshalb auf dem europäischen Markt auch kaum transgene Produkte zu finden sind. Jedes Lebensmittel, das mehr als 0,9% GVO-Spuren enthält, ist seit 2004 nach einer EU-Verordnung kennzeichnungspflichtig. Seit 2008 gibt es vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das Label „ohne Gentechnik“, das auch bei konventionellen Produkten verwendet werden kann wenn sichergestellt wurde, dass keine GVO-Spuren enthalten sind.


Quelle: www.bmelv.de

 

Gentechnik in Lebensmitteln

In Europa selbst werden nur wenige transgene Mais-, Soja- oder Rapssorten zugelassen und ein eigener Anbau findet so gut wie nicht statt. Trotzdem gelangen gen-manipulierte Pflanzen bei uns auf den Markt – und zwar auf indirektem Pfad. Futtermittel werden in Nord- und Südamerika aus transgenen Pflanzen hergestellt und nach Europa importiert. Produkte wie Fleisch, Milch oder Eier von Tieren, die mit diesem Futtermittel gefüttert werden, sind nicht kennzeichnungspflichtig. Diese bewusste Gesetzteslücke sichert der Gentechnikindustrie jährlich Importe von über 40 Millionen Tonnen an Sojabohnen oder –schrot. Davon landen über 90% im Futtertrog und somit auf kleinem Umweg in den Lebensmitteln. Gefordert wird deshalb eine verpflichtende Kennzeichnung, damit dem Verbraucher eine Wahlfreiheit gewährleistet wird.


Quelle: www.umweltstiftung.com

 

Gefahren
                      • Durch Genpflanzen in freier Natur kommt es zu einer unkontrollierten Verbreitung durch das kontaminierte Saatgut, Pollenflug, Insekten und Bienen, Vögel und Erntemaschinen. Zudem findet eine Auskreuzung mit wilden Verwandten statt. Es kommt zu Verunreinigungen von Feldern, Saatgut und Lebens- bzw. Futtermitteln und das auch in Ländern, in denen keine Genpflanzen angebaut werden.
                      • Das in den Bt-Pflanzen enthaltene Gift ist nicht nur für Schädlinge sondern auch für Nutzinsekten wie Schmetterlinge oder Regenwürmer tödlich. Zudem unterstützt es die Bildung resistenter Schädlinge, die wiederum zu dramatischen Ernteverlusten führen können. Durch die Herbizidtoleranten Gen-Pflanzen kommt es zu einem großflächigen Pestizideinsatz, der eine hohe Gefahr für Mensch und Umwelt darstellt.
                      • Die gentechnisch orientierte Landwirtschaft verursacht eine Verdrängung der genetischen Vielfalt von Kulturpflanzen. Dieser Verlust der biologischen Vielfalt, auch Generosion genannt, hat dramatische Folgen. Durch die Konzentration auf wenige GVO-Sorten schrumpft der Genpool der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen und standortangepasste Lokalsorten werden verdrängt. Heutzutage stellen fünf Tier- und zwölf Pflanzenarten die Grundlage für 70% der gesamten Nahrungsmittelversorgung. 99,6% der bekannten Nutzpflanzen bleiben ungenutzt. Die lokalen Sorten werden von denen verdrängt, die zwar den höchsten Ertrag erzielen, dabei aber auch auf einen hohen Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln angewiesen sind.
                      • Die Industrie und Konzerne behaupten, dass transgene Pflanzen für unsere Gesundheit unbedenklich sind. Jedoch gibt es weltweit kaum Studien und schon gar keine Langzeitstudien. Die meisten erfassen nur einen Zeitraum von 21-90 Tage. Somit gibt es keine Daten die belegen, dass GVO harmlos sind.

 

Handel und Biopiraterie

Seit jeher wird mit Nahrungsmitteln Politik gemacht. Heute droht die gesamte Landwirtschaft in die Hände weniger Großkonzerne zu geraten. Dabei beginnt die Kontrolle beim ersten und wichtigsten Teil – dem Saatgut. Nur wenige Global Players dominieren den weltweiten Saatgutmarkt: Monsanto, Pioneer/DuPont (beide USA), Bayer CropScience (Deutschland) und Syngenat (Schweiz). Diese Firmen besitzen Patente auf Pflanzen, Tiere und deren Gene und sichern sich somit das Monopol auf Züchtung und Vermarktung. 44% der Patente auf die wichtigsten Nutzpflanzen befinden sich in den Händen der vier Konzerne. Durch die Patentierung wird die gemeinsame Grundlage des Lebens privates Eigentum. Die Gebühren für Anbau, Verarbeitung und Vermarktung müssen z.B. jeweils von Bauern, Bäckern und Lebensmittelhändlern an die Patentinhaber gezahlt werden. Die Konzerne verdienen somit dreifach an einem Patent und gewinnen eine immer größere Kontrolle über den Agrarmarkt. Bauern säen seit Jahrtausenden einen Teil ihrer Ernte wieder aus. Durch die Patente auf Pflanzen wird die bäuerliche Tradition zerstört und Bauern werden gezwungen, jährlich neues Saatgut zu kaufen da die Pflanzen aus diesem Saatgut keine keimfähigen Samen mehr produzieren. Bei dieser so genannten Terminator-Technologie zählt einzig und allein der Profit für die Konzerne. Die Jagd der Konzerne auf neu zu patentierende Entdeckungen wird Biopiraterie genannt und ist eine neuzeitliche Form des Kolonialismus.
Durch die Patente können die Großkonzerne auch über den Einsatz von Spritz- und Düngemittel verfügen. Sie verkaufen zusammen mit dem herbizidresistenten Saatgut firmeneigenes Unkrautvernichtungsmittel.


Quelle: www.umweltstiftung.com

 

Verbraucherschutz und Tipps

Der Bio-Boom in Deutschland wurde durch Skandale im Einzelhandel in den letzten Jahren ausgelöst durch die das Vertrauen der Verbraucher erschüttert wurde. Die Sorge, Gen-Food zu sich zu nehmen ohne es zu wissen, löste Misstrauen aus. Je nach Umfrage lehnen 70-80% der deutschen Verbraucher Gen-Food strikt ab. In der Marktwirtschaft wäre dieser Fall klar und doch unterstützt die deutsche Regierung die Gentechnik.


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Der indirekte Pfad, auf dem GVO in unsere Lebensmittel gelangen, ist für den Verbraucher schwer zu kontrollieren und raubt ihm seiner Entscheidungsfreiheit. Die Verbraucher Initiative e.V. hat deshalb eine Website samt Einkaufsratgeber ins Leben gerufen, auf der man sich umfassend informieren kann. Es werden Empfehlungen ausgesprochen, auf welche konventionellen Lebensmittelproduzenten man sich noch verlassen kann (www.transgen.de).

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Ökologischer Landbau

 

Was ist ökologischer Landbau?

Als ökologischer Landbau wird die Nahrungsmittelherstellung bezeichnet, die auf Grundlage möglichst naturschonender Produktionsmethoden unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der Ökologie und des Umweltschutzes geschehen soll. Die Gesunderhaltung des Kreislaufs Boden – Pflanze – Tier – Mensch gehört zum Hauptziel.

 

Die wichtigsten Regeln des ökologischen Landbaus

Folgende Regeln sind im ökologischen Landbau von Bedeutung:

                      • artgerechte Tierhaltung
                      • Anpassung der Tierhaltung an die Betriebsfläche
                      • Förderung bewährter Kultursorten und Zuchtrassen besonders im Hinblick auf Schädlingsresistenzen und Tiergesundheit
                      • Ausschluss der Gentechnik
                      • möglichst regionale Vermarktung verbrauchernah erzeugter Lebensmittel
                      • weitgehende Vermeidung von importierten Futtermitteln aus der dritten Welt
                      • Verbot von Kunstdüngern, chemisch-synthetischen Pestiziden, Hormonen, Antibiotika und anderen leistungsfördernden Medikamenten als Futterzusatz
                      • Futter vom eigenen Hof
                      • kurze Transportwege
                      • Verbot der Lebensmittelbestrahlung mit ionisierenden Strahlen zur Haltbarmachung
                      • Förderung der Bodenfruchtbarkeit und der natürlichen Abwehrkräfte von Pflanzen und Tieren gegen Krankheiten und Schädlinge
                      • Schonung des Grundwassers, insbesondere in Bezug auf Nitrat und Rückstände von Pestiziden

 

Bezeichnungen und Siegel bei Bio-Lebensmitteln

Früher gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Öko-Kennzeichnungen, die es dem Verbraucher erschwerten, einen Überblick zu bewahren. Deshalb wurde 2001 das staatliche Bio-Siegel eingeführt. Produkte, die nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau produziert wurden, werden damit gekennzeichnet.


Quelle: www.bmelv.de

Seit dem 01. Juli 2010 gibt es ein EU-Bio-Siegel. Dieses muss auf vorverpackten Biolebensmitteln zu finden sein, die ebenfalls nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau produziert wurden. Dieses Siegel ändert nichts an der Verwendung des deutschen Siegels, die beiden können auch in Kombination auf den Produkten zu finden sein.


Quelle: www.bmelv.de

Zusätzlich verwenden deutsche ökologischen Anbauverbände wie Demeter, Naturland und Bioland eine eigene Kennzeichnung. Die sich dahinter verbergenden Richtlinien gehen über die EU-Öko-Mindeststandarts hinaus und sichern dem Verbraucher eine noch bessere Qualität.


Quelle: www.boelw.de

 

Vorsicht geboten!

Produkte, die mit folgenden Begriffen gekennzeichnet sind, sind eindeutig Bioprodukte:

                      • biologisch oder ökologisch
                      • kontrolliert biologisch bzw. kontrolliert ökologisch
                      • biologischer bzw. ökologischer Landbau

Nicht in die Falle tappen bei Produkten mit den Kennzeichnungen:

                      • integrierter Landbau
                      • aus kontrolliertem Vertragsanbau
                      • umweltschonend
                      • extensiv
                      • naturnah
                      • unbehandelt
                      • kontrolliert

Diese Begriffe weisen nicht auf eine Produktion oder Verarbeitung im Sinne des ökologischen Landbaus hin!

 

Vergleich konventionelle vs. ökologische Landwirtschaft

In den vier folgenden Tabellen wird die Herstellung von Hühnerfleisch, Milch, Eiern und Kartoffeln im konventionellem und ökologischen Landbau gegenüber gestellt:

Hühnerfleisch:

konventioneller Landbau ökologischer Landbau
Aufzucht 20.000 bis 30.000 Tier pro Stall, bis zu 25 Hühner pro m2 max. 4800 Tiere pro Stall, zehn Tiere pro m2
Auslauf nicht vorgesehen; da Tiere ständig im Stall bleiben, schädigt ammoniakhaltige Luft ihren Lungen für jedes Tier muss mind. vier m2 Grundfläche zur Verfügung stehen
Futter Mais, Erbsen, Getreide und eiweißreiches Ergänzungsfutter wie Sojaschrot – führt zu Leberschäden. Medikamente und Antibiotika im Futter Getreide und Hülsenfrüchte; Futter stammt vom eigenen Hof oder anderen ökol. wirtschaftenden Betrieben. Antibiotika im Futter verboten.
Besonderheiten Schnäbel werden gekürzt oder ganz abgeschliffen; bei Küken manchmal der Schnabel abgebrannt keine Manipulation am Schnabel
Lebenserwartung 32, max. 56 Tage 70 bis 90 Tage
Preis Hähnchengrillplatte bei Aldi kostet pro Kilo 2,99€ (!!); ein Kilo Hähnchenbrustfilet bei Discountern um die 6€ ein kg Bio-Hähnchen kostet zwischen 9 und 12€

 

Milch:

konventioneller Landbau ökologischer Landbau
Auslauf kein Auslauf mind. ein Laufhof ist vorgeschrieben
Behausung bei Neubauten sechs m2 pro Kuh, bei älteren Betrieben oft deutlich weniger. Einstreu nicht Pflicht, geringe Mengen Einstreu bzw. Gummimatten sind üblich, enge Fressplätze mind. sechs m2, Einstreu ist Pflicht
Futter Gras- oder Maissilage ganzjährig zulässig, führt zu Verdauungsproblemen bei Bioland nur Bio-Futter erlaubt; Futter vom eigenen Hof
Besonderheiten Hörnerstutzen üblich; Kälber bekommen häufig nur Milchaustauscher, um kostbare Milch der Mütter nicht zu „verschwenden“ Hörner bleiben dran, Kälber dürfen in den ersten zwölf Wochen bei Mutter trinken
Lebenserwartung 5 ½ Jahre manche Bio-Milch-Kühe werden 20 Jahre alt
Preis Discounter durchschnittlich 57 Cent pro Liter im Bio-Supermarkt 89 Cent pro Liter

 


Eier:

 

konventioneller Landbau ökologischer Landbau
Aufzucht bis zu 500 Legehennen pro ha; bei gewerblichen Legebatteriebetrieben bis 20.000 Tiere pro Stall max. 230 Legehennen pro ha; Bioland erlaubt max. 130; max. 3000 Tiere pro Stall
Behausung 14,5 bis 18 Tiere pro m2; bei Käfiganlagen sind Einstreu, Nester oder Sitzstangen nicht vorgeschrieben max. sechs Tiere pro m2; ein Drittel der Stallfläche als eingestreuter Scharrraum zur Verfügung, erhöhte Sitzstangen sowie Familien- oder Einzelnester
Auslauf bei konventioneller Freilandhaltung vier m2 Grünfläche pro Tier bei Bioland mind. fünf Prozent der Stallfläche Fenster; Grünauslauf mit Pflanzen und Gehölzen vorgeschrieben, Schlechtwetterauslauf/Wintergarten
Futter Fertigfutter: hoher Anteil Soja vorbeugend mit Antibiotika vermischt (hohe Infektionsrate durch schlechte Haltungsbedingungen) Futter aus ökol. Anbau; vorbeugende Verabreichung von Medikamenten verboten
Besonderheiten Schnäbel. i.d.R. geschnitten, synthetische Dotterfarbstoffe zugelassen; Verhaltensstörungen wie Federpicken oder Kannibalismus bei „Turbo-Hennen“ Schnäbel dürfen bei Bioland überhaupt nicht, bei anderen nur in Ausnahmegenehmigung geschliffen werden, synthetische Dotterfarbstoffe verboten
Lebenserwartung 1,6 Jahre bis 15 Jahre
Preis Eier aus Legebatterien <20 Cent pro Stück Bio-Eier ab 35 Cent pro Stück

 

Kartoffeln:

 

konventioneller Landbau ökologischer Landbau
Boden Bevor das chemisch behandelte Saatgut in den Boden gelegt wird, werden auf dem Feld Herbizide ausgebracht. Enge Fruchtfolge fördert Erosion und Bodenverdichtung und fördert Artenverarmung Böden sind nicht vorbehandelt
Zusatzversorgung Während des Reifens werden Kartoffeln mit Insektiziden, Fungiziden und bis zu achtmal gegen Kraut. Und Knollenfäule bespritzt Öko-Bauer arbeitet mit widerstandsfähigen Sorten, die nicht gebeizt sind. Als Dünger dienen 20 Tonnen Stallmist pro ha. Der Kartoffelkäfer wird mit speziellen Maschinen abgesaugt
Ernte etwa 40 Tonnen pro ha etwa 25 Tonnen pro ha
Preis bei Discountern 0,39€ pro kg 1,39€ pro kg

 

Welchen Kühen geht es wohl besser?


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Neun Gründe, Bioprodukte zu kaufen (nach Schüppel)

Ich kaufe Bio, weil…

                      1. das besser für das Klima ist: Die Energiebilanz von Bioprodukten ist meist geringer als die von konventionell erzeugten, und der höhere Humusanteil der Böden kann mehr CO2 binden.
                      2. was schlecht für Schädlinge ist, auch für andere Lebewesen nicht gut sein kann: Pestizide verringern neben Schädlingen auch die Artenzahl an Bodelebewesen, Ackerwildkräutern und Weidepflanzen.
                      3. … ich Angst um unser Trinkwasser habe: Düngemittel und Pestizide werden aus dem Boden ausgewaschen und vergiften das Grundwasser.
                      4. … ich möchte, dass es den Tieren gut geht: In der ökologischen Landwirtschaft gibt es keine Massentierhaltungen und strenge Vorschriften in Bezug auf artgerechte Tierhaltung.
                      5. … es mit besser schmeckt: Bioprodukte haben einen geringeren Wassergehalt und daher eine höhere Konzentration der Geschmacksstoffe.
                      6. … es für mich gesünder ist: In Bioprodukten sind kaum Rückstände schädlicher Pestizide, Düngemittel oder Medikamente zu finden. Die wertvollen Inhaltsstoffe liegen hingegen in einer höheren Konzentration vor.
                      7. … ich nicht möchte, dass unsere Seen umkippen: Düngemittel werden in Gewässer gespült und führen dort zu starkem Algenwachstum und schließlich zum Umkippen, dem Absterben der Lebewesen durch Sauerstoffmangel.
                      8. … weil ich Medikamten nur dann brauche, wenn ich krank bin: Zur Wachstumsförderung werden in der konventionellen Viehzucht aber teilweise Medikamente (Leistungsförderer) eingesetzt. Einige fördern die Entwicklung resistenter Bakterien und sind deshalb bereits teilweise verboten.
                      9. … weil mir Gentechnik unheimlich ist: Zum einen wirken sich gentechnisch veränderte Lebensmittel auf die Arten der Umgebung aus, zum anderen sind die Auslösung von Allergien und die Bildung von Giftstoffen im Gespräch.

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Saisonales Obst und Gemüse

 

Wer bei Obst und Gemüse stets zu Bioprodukten greift, ist nicht immer aus dem Schneider. Manche Frucht muss um dich halbe Welt geschifft oder geflogen werden um bei uns im Supermarkt zu landen. Für diese langen Transportwege werden Unmengen an Treibstoff benötigt, welches erheblich zur Klimabelastung beiträgt. Um dies zu verhindern sollte jeder möglichst …

                      • … regionale Produkte kaufen:

Natürlich reif gewachsenes Obst und Gemüse beinhaltet die meisten Vitamine und den vollen Geschmack, denn kurze Transportwege bedeuten kurze Lagerzeit. Der Vitamin-C-Gehalt von Erbsen sinkt bei einer Lagerung bei 20°C zum Beispiel von 22 auf 14mg pro 100g. Weit entfernt produziertes Obst und Gemüse ist nicht so vollwertig wie unsere regionalen Produkte, da sie unreif geerntet werden. Wer auf Südfrüchte nicht verzichten mag und diese in unserer Region nicht wachsen, sollte zumindest auf das Fair Trade Logo achten.

Der Kauf von Regionalem hat aber leider auch seine Tücken, denn regionale Produkte wachsen oft in Gewächshäusern oder werden monatelang gelagert. Dieser Energieverbrauch steuert ebenfalls zur Klimabelastung bei. Deshalb sollte man zudem …

                      • … saisonale Produkte kaufen:

Obst und Gemüse, das Erntezeit hat, sollte bei einem Einkauf Vorrang haben. Diese Produkte haben dann den vollen Vitamin-Gehalt und verbrauchen keine Energie durch Lagerung oder Wachstum in Gewächshäusern (durch den Kauf von saisonalem Obst und Gemüse verbrauchst du pro kg neunmal weniger Erdöl als jemand, der im Winter frisches Gemüse aus dem Treibhaus kauft).

Im Supermarkt ist immer Saison, was in deinem Einkaufswagen landet liegt jedoch in deiner Verantwortung! Als kleine Hilfe zur richtigen Entscheidung ist hier ein Saisonkalender:


http://www.bschneeberg.ch(…)saisonkalender.jpg

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Textilien und Kleidung

Baumwollanbau
Kinderarbeit
Situation in den Textilfabriken
Jeans im Used-Look
Umweltprobleme und Auswirkungen auf die Gesundheit
Altkleidung
Ökologisch und sozial faire Kleidung
Was kann ich ganz persönlich tun?

Kleidung ist ein Gegenstand des täglichen Gebrauchs. Die meisten von uns haben Unmengen davon zu Hause in ihren Schränken liegen: Kleidung für die verschiedenen Jahreszeiten, für die Arbeit, Freizeit oder Feste. Doch kaum jemand weiß darüber Bescheid, woher unsere Kleidung eigentlich kommt und welche Konsequenzen ihre Produktion für Mensch und Umwelt in den Herstellungsländern hat. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Informationen rund um das Thema Textilien zusammen und zeigt die Arbeitsschritte, die zu ihrer Herstellung nötig sind, angefangen beim Anbau von Baumwolle bis hin zum Annähen der Knöpfe an unsere Hosen, auf.

                        • Baumwollanbau

Die Baumwollpflanze (lat. Gossypium) gehört zur Familie der Malvengewächse. Baumwolle wird aus der Fruchtkapsel der Pflanzen gewonnen, wenn diese nach einer Wachstumszeit von ca. 175 Tagen  aufplatzt und die von der Sonne getrockneten Faserhaare geerntet werden können (1).

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Feld_mit_reifer_Baumwolle.jpeg

Die größten Baumwollhersteller sind China, Indien, USA, Pakistan, Brasilien und Usbekistan (3). Im Jahr 2011 wurden weltweit 26,1 Millionen Tonnen Baumwolle produziert (3). Baumwolle ist eine anspruchsvolle Pflanze, die für das Wachstum viel Sonne und vor allem viel Wasser benötigt: für die Erzeugung von 1 kg Baumwolle im konventionellen Anbau werden bis zu 26.000 Liter Wasser verbraucht. Baumwolle wird vor allem in heißen und niederschlagsarmen Gebieten angebaut, so müssen knapp 60% der weltweiten Baumwollanbauflächen künstlich bewässert werden. Das ist die Hälfte aller bewässerten landwirtschaftlichen Flächen weltweit. Die Folgen der Bewässerung sind sinkende Grundwasserspiegel und Bodenversalzung (1).
Ein bekanntes Beispiel für die schwerwiegenden Folgen des hohen Wasserverbrauchs im Baumwollanbau ist der Aralsee, der zwischen Usbekistan, einem der größten Baumwollproduzenten der Welt und Kasachstan liegt, wo ebenfalls große Mengen an Baumwolle angebaut werden. Der Aralsee war der viertgrößte Binnensee der Welt, doch seit den 1960er Jahren wurden unter der sowjetischen Regierung in den Gebieten an den beiden Zuflüssen zum Aralsee, der Amudarja und Syrdarja, großflächige Baumwollanbaugebiete geschaffen. Um die Baumwollfelder ausreichend bewässern zu können, wurden riesige Kanalsysteme gebaut, die ihr Wasser aus den beiden Zuflüssen beziehen. Der Aralsee ist seither um 80% geschrumpft (1).

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aral_Sea_1989-2008.jpg

Dort, wo einst der See lag, befindet sich heute eine riesige Wüste aus Salz, Sand und Dreck. Der See ist mit einem Salzgehalt von 10-15% biologisch so gut wie tot (1). In der Region kam es seit der Schrumpfung des Sees zu großen klimatischen Veränderungen: früher herrschte um den See ein mildes Klima, heute sind die Winter extrem kalt, die Sommer dafür heiß und trocken.
Durch die Ableitung giftiger Agrarchemikalien aus dem Baumwollanbau in die Flüsse ist das Wasser zudem stark verschmutzt. Die Umweltkatastrophe am Aralsee hat auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner in diesem Gebiet. Die Rate an epidemischen Erkrankungen und Mangelerscheinungen, an Tuberkulose und Krebs und an Missbildungen bei Neugeborenen  stieg um mehrere hundert Prozent an (10).
Im konventionellen Baumwollanbau werden riesige Mengen an Pestiziden, Herbiziden und Düngemitteln auf die Felder gebracht, weil Baumwolle meist großflächig und in Monokultur angebaut wird. Das sind ideale Voraussetzungen für die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten, weshalb die Pflanzen mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden müssen. Eine Baumwollpflanze wird, bevor sie geerntet wird, zwischen 20 und 25 Mal mit Pestiziden gespritzt (1). Auf 2,5% der weltweiten Ackerfläche wird Baumwolle angebaut, doch werden 10% aller Pflanzenschutzmittel auf diesen Flächen ausgebracht (9).  Diese gefährden sowohl die Gesundheit der Arbeiter auf den Feldern, als auch die Bodenfruchtbarkeit. Jährlich vergiften sich mindestens 3 Mio. Menschen an den Pestiziden (7). Denn vor der Ausbringung werden sie weder über die Gefahren informiert, noch erhalten sie Schutzkleidung.  Viele der zugelassenen Pestizide können Krebs auslösen, das Erbgut schädigen und reproduktions- oder neurotoxisch wirken (1). Durch den Pestizideinsatz werden neben den Schädlingen auch Nützlinge getötet, die für die Bodenfruchtbarkeit einen hohen Stellenwert besitzen. Ihre Vernichtung führt daher zu einem Verlust an Bodenfruchtbarkeit (1).

Ein weiteres Problem beim Baumwollanbau ist der Einsatz von Gentechnik. Im Jahr 2007 waren bereits 43% der weltweit angebauten Baumwollpflanzen gentechnisch verändert (8). Obwohl die gentechnisch veränderte Baumwolle resistent gegen bestimmte Insekten, z.B. den Baumwurzelbohrer ist und kurzfristig einen höheren Ertrag erzielt, gibt es einige Probleme, die mit ihrem Einsatz verbunden sind. Zum einen ist das Saatgut für gentechnisch veränderte Baumwolle viermal so teuer wie konventionelles Saatgut (1). Das stellt die Bauern, die das Saatgut kaufen müssen, oftmals vor große finanzielle Probleme. Zum anderen gibt es eine Vielzahl von Risiken, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen verbunden sind: nach anfänglich reduziertem Einsatz von Pestiziden müssen diese nach einigen Jahren meist verstärkt eingesetzt werden, weil es zu Resistenzbildungen kommt. Außerdem gibt es bisher keine Informationen darüber, welche Wirkung transgene Baumwolle auf Nicht-Zielinsekten, z.B. Bienen hat. Und gegen sich neu entwickelnde Krankheiten bzw. gegen Insekten, die sich durch die Vernichtung ihrer Fressfeinde stärker ausbreiten können, ist transgene Baumwolle nicht resistent (8).
Es gibt aber auch Wege des Baumwollanbaus, die nicht umweltschädlich und gefährlich für die Menschen sind. Wenn der Anbau sinnvoll gestaltet wird und die Bauern einen fairen Preis erhalten, kann der Anbau von Baumwolle die Situation in einer Region sogar verbessern. Es gibt einige Initiativen, zum Teil von Hilfsorganisationen, zum Teil von Textilunternehmen organisiert, die das Ziel haben, die Situation der Baumwollbauern zu verbessern.
Dazu zählt zum Beispiel die Initiative „Cotton made in Africa“,  bei der Bauern in Benin, Burkina Faso, der Elfenbeinküste, Malawi, Mosambik,  Sambia und Simbabwe mit Schulungen und Feldkursen Wege gezeigt werden, wie sie ihre Anbaumethoden verbessern, Pflanzenschutzmittel sinnvoll einsetzen, den Wasserverbrauch reduzieren und die Erträge steigern können (1)(2).
Wichtig ist vor allem, dass die Baumwolle nicht in Monokultur angebaut wird, sondern, dass andere Feldfrüchte auf den Äckern wachsen, um nicht allein von den Baumwollpreisen abhängig zu sein und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten bzw. zu verbessern. Mit den effizienteren Anbaumethoden und den steigenden Erträgen an Baumwolle, die die Bauern verkaufen können, steigen die Einkommen der Familien. Sie können sich somit besser ernähren und ihre Kinder zur  Schule schicken. Kleidungsstücke mit „Cotton made in Africa“-Baumwolle gibt es unter anderem bei der Otto-Group, C&A oder Tchibo. Doch Vorsicht! Nicht alle Kleidungsstücke, sondern nur einzelne Artikel sind aus der „Cotton made in Africa“-Baumwolle hergestellt und über die Bedingungen der weiteren Verarbeitung dieser Baumwolle gibt es keine Auskunft. Und trotzdem sind Initiativen wie diese ein Schritt in die richtige Richtung.

Es gibt aber sogar ökologisch produzierte Baumwolle, die umweltschonend verarbeitet wird. Das derzeit führende Label dafür ist der Global Organic Textile Standard (GOTS). Der Standard ist ein vertrauenswürdiges Zertifikat für eine umwelt- und sozialverträgliche Herstellung von Kleidung und garantiert, dass mindestens 70% der verwendeten Fasern aus ökologischer Landwirtschaft stammen. Im ökologischen Anbau dürfen weder Pestizide noch andere Chemikalien eingesetzt werden. Dadurch wird das Grundwasser nicht verschmutzt und die Bauern, die die Felder bewirtschaften sind keinen giftigen Stoffen ausgesetzt. Außerdem wird beim biologischen Anbau besonders viel Wert darauf gelegt, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. GOTS-zertifizierte Textilien werden unter anderem von Hess Natur oder der Modemarke armedangels angeboten (4)(5).

Quellen:

(1) K., Diekamp, W., Koch (2010): Eco-Fashion, Top Labels entdecken die Grüne Mode, Stiebener Verlag, GmbH, München, S.55ff.
(2) Welternährung, die Zeitung der Welthungerhilfe, 2.Quartal 2013, S.9ff.
 (3) http://faostat3.fao.org/home/index.html#DOWNLOAD
(4) http://www.global-standard.org/de/
(5)  http://de.hessnatur.com/ueberuns/unternehmen/bericht-2013-zur-nachhaltigkeit/
(6) http://www.nabu.de/themen/gentechnik/hintergrund/10445.html  
(7) http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/gentechnik/tagungsergebnisse/baumwollanbau_pan-germany.pdf
(8) http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/gentechnik/tagungsergebnisse/transgenerbw-anbau_sprenger.pdf
(9) http://www.proplanta.de/agrar/themen.php?Fu1=1171633468&Fu1Ba=11429361791166616647
(10) http://www.wasser-macht-schule.de/sendungen/aralsee-vom-meer-zur-wueste/

                          • Kinderarbeit

In der Textilindustrie ist Kinderarbeit ein großes Problem.  Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) zufolge arbeiten allein in der Baumwollproduktion mindestens 5 Millionen Kinder (11). Aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten sind Fälle von Kinderarbeit bekannt (12). In Ägypten beispielsweise werden sieben-bis zwölfjährige Kinder dazu eingesetzt, die Baumwollpflanzen nach Schädlingen abzusuchen und befallene Blätter zu entfernen.  In Usbekistan, einem der größten Baumwollexporteure weltweit, werden für die Zeit der Baumwollernte die Schulen geschlossen. Die Kinder, jedes Jahr sind es bis zu 450.000, müssen dann auf den Feldern arbeiten und jeden Tag zwischen 30 und 50 kg Baumwolle pflücken. Schaffen sie die vorgegebenen Mengen nicht, werden sie gedemütigt oder geschlagen. Während der Ernte leben die Kinder nicht zu Hause bei ihren Eltern, sondern werden in Lagern untergebracht, in denen die hygienischen Bedingungen meist schlecht sind. In Indien müssen hunderttausende von Kindern zwischen sechs und vierzehn Jahren in der Baumwollsaatgutproduktion arbeiten. Die Kinder, meist Mädchen, führen die aufwändigen Kreuzungen des hybriden Saatguts durch. Während dieser Arbeit stehen sie meist den ganzen Tag lang bis zu den Schultern zwischen den Pflanzen. Internationale Saatguthändler wie Bayer, Monsanto oder Syngenta räumen Probleme mit Kinderarbeit ein, wälzen die Verantwortung aber auf ihre Zulieferer ab (11).

https://secure.akbild.ac.at/sciencefashion.akbild.ac.at/Members/kinderarbeiter_sammelt_baumwolle.jpg/image_preview

Für ihre Arbeit erhalten die Kinder kaum einen Lohn. Für 12 bis 13 Stunden harter Arbeit bekommt ein Kind im Durchschnitt gerade einmal zwischen 0,30 und 0,40 US-Dollar pro Tag (11). Die Arbeit hat für die Kinder schwerwiegende Folgen: wenn Kinder arbeiten müssen, können sie nicht zur Schule gehen. Viele dieser Kinder haben deshalb nur wenige Jahre lang, manche gar nie die Schule besucht. Ohne Bildung werden sie es später nicht schaffen, der Armut zu entkommen. Außerdem hat die Arbeit auf den Baumwollfeldern schwere gesundheitliche Folge. Ein Baumwollfeld wird bis zur Ernte zwischen 20 und 25 Mal mit Pestiziden behandelt (1). Für die Kinder, die auf den Feldern arbeiten, sind die toxischen Pestizide noch gefährlicher, als für Erwachsene, weil ihre Organe noch nicht vollständig für den Abbau von Schadstoffen ausgebildet sind. Sie nehmen diese giftigen Stoffe über Haut und Atemwege auf und leiden deshalb an Atemwegserkrankungen, Nieren- und Leberproblemen, Entzündungen der Augen und Hautausschlägen (11).
Kinder werden aber nicht nur in der Baumwollproduktion eingesetzt. In Ländern wie Indien, Bangladesch oder den afrikanischen Staaten Lesotho und Swasiland nähen, besticken oder färben Kinder teilweise 14 Stunden täglich Kleidung. Oft arbeiten sie in stickigen, düsteren Kellerräumen, in denen sie auch schlafen. Dies führt zu einem schlechten Allgemeinzustand der Kinder, außerdem leiden sie oft an Rückenbeschwerden und Haltungsschäden durch das ständige Sitzen. Auch Risse, Blasen und Verbrennungen an den Händen sind nicht selten. Kinder, die Kleidung färben müssen, sind außerdem den giftigen Dämpfen der Färbemittel ausgesetzt (14).

http://www.schwabenkinder.eu/media/filer_thumbnails/2012/03/20/kinderarbeit_indien_theo_dom_2011.jpg__500x0_q85.jpg

Quellen:

(11) K., Diekamp, W., Koch (2010): Eco-Fashion, Top Labels entdecken die Grüne Mode, Stiebener Verlag GmbH, München, S.107ff.
(12) http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/produkte/landwirtschaft/baumwolle/ [11.07.13]
(13) http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/produkte/landwirtschaft/baumwollsaatgut/  [11.07.13]
(14) http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/produkte/industrie/textilien/ [11.07.13]

                            • Situation in den Textilfabriken

Am 24. April 2013 stürzte in der Nähe von Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, eine Textilfabrik ein. Bei dem Einsturz wurden über 3000 ArbeiterInnen verschüttet, mehr als 1100 von ihnen starben. Es war der größte Unfall der Geschichte in der Bekleidungsindustrie (16). Die westlichen Medien berichteten ausführlich über die Rettungsarbeiten vor Ort. Schreckliche Bilder  von Trümmerhäufen, von Toten und Verletzten, die aus den Trümmern geborgen wurden, von verzweifelten  Menschen, die nach ihren Angehörigen suchten und von aufgebrachten ArbeiterInnen, die vor Wut und Verzweiflung auf die Straße gingen schockten die Welt. Es wurde berichtet, dass das Unglück vermeidbar gewesen wäre. Obwohl die Verantwortlichen von der Einsturzgefahr des Gebäudes wussten, zwangen sie die ArbeiterInnen, dort weiterzuarbeiten (16). Als Reaktion forderte die EU die Regierung Bangladeschs dazu auf, internationale Sicherheitsstandards einzuhalten. Auf öffentlichen Druck hin unterzeichneten 70 große Handelskonzerne ein Gebäude- und Brandschutzabkommen für Textilfabriken in Bangladesch. Mit diesem Abkommen verpflichten sie sich dazu, die Fertigungsstätten regelmäßig zu überprüfen und auf eigene Kosten  Reparaturen vorzunehmen (16).

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Ein Abkommen dieser Art war längst überfällig, denn die Zustände in den Textilfabriken in Asien, aber auch zum Beispiel in Südamerika sind miserabel. Allein in Bangladesch, starben seit 2006 mindestens 500 Menschen (19), meist Frauen, bei Bränden in Textilfabriken, weil die Sicherheitsvorkehrungen schlecht und die Notausgänge, wenn es überhaupt welche gibt, oft versperrt sind. Doch auch das Abkommen ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn zum einen gilt das Abkommen nur für Bangladesch und nicht für alle anderen Länder in denen Textilien hergestellt werden. Zum anderen gibt es Unternehmen, die sich nicht an dem Abkommen beteiligen, sondern auf freiwillige Selbstverpflichtungen setzen, deren Bruch für das jeweilige Unternehmen keine Konsequenzen hat. Durch das Abkommen werden die Arbeitsbedingungen für die ArbeiterInnen nur bedingt verbessert, denn soziale Aspekte werden in diesem Abkommen nicht berücksichtigt (15). Kleidung wird meist unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert: für harte Arbeit erhalten die NäherInnen nur einen Hungerlohn, durchschnittlich 30 bis 40 Euro pro Monat. Davon können sie nicht einmal die Grundversorgung ihrer Familien sicherstellen. Außerdem müssen sie häufig Überstunden leisten, dürfen während der Arbeit nicht zur Toilette, haben weder Urlaub, noch sind sie für Krankheitsfälle sozial abgesichert. Über 50% der Beschäftigten haben nicht einmal einen Vertrag (17)(18). Zur Verbesserung der Lage der ArbeiterInnen sind deshalb noch viele Schritte nötig, auch dann, wenn das Thema schon längst wieder aus den Medien verschwunden ist.

http://www.faz.net/polopoly_fs/1.2178820!/image/1327841195.jpg_gen/derivatives/article_aufmacher_gross/1327841195.jpg

Quellen:

(15) Beruhigungspille aus Papier, Kommentar, Süddeutsche Zeitung, [09.07.2013]
(16) http://www.ci-romero.de/ccc_discounter/ [22.07.13]
(17) http://www.fr-online.de/wirtschaft/bangladesch-schmutzige-waesche,1472780,11432974.htm          
     [23.07.13]
(18) http://www.taz.de/!102080/  [22.07.13]
(19) http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-11/brand-bangladesch-fabrik  [22.07.13]

                            • Jeans im Used-Look

Jeans sind heute aus keinem Kleiderschrank mehr wegzudenken. Vor allem Jeans im trendigen Used-Look sind ein Muss für alle Modebewussten. Doch dieser Look hat für die ArbeiterInnen in den Fabriken schwerwiegende Folgen: mit der sogenannten Sandstrahltechnik werden die Jeans bearbeitet, damit sie so aussehen, als wären sie schon getragen worden. Bei der Sandstrahltechnik wird Quarzsand von den ArbeiterInnen, meist ohne Schutzkleidung, unter hohem Druck auf die Hosen geblasen. Der Sand setzt sich in der Lunge der ArbeiterInnen fest und führt meist zu der unheilbaren Krankheit Silikose – Staublunge – die oftmals tödlich endet (20). Trotz der bekannten Risiken wird die Sandstrahltechnik heute immer noch eingesetzt, beispielsweise in China, Bangladesch, Indonesien oder Mexiko (22). Die Kampagne für saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign) hat deshalb schon vor längerer Zeit die Jeansmarken, die ihre Jeans mit der Sandstrahltechnik fertigen lassen, dazu aufgefordert, den Einsatz der Technik aus ihrer Produktionslinie zu streichen (21).

http://www.ci-romero.de/typo3temp/pics/a3d726540b.jpg

Es gibt einige Firmen, die daraufhin das Verbot der Sandstrahltechnik für ihre Produkte ausgesprochen haben. Allerdings stellen Alternativmethoden zum Ausbleichen von Jeans für die ArbeiterInnen keine Verbesserung der Situation dar, denn die eingesetzten Chemikalien gefährden die Gesundheit ebenfalls (22).

Quellen:

(20) http://www.inkota.de/fileadmin/user_upload/Themen_Kampagnen/Soziale_Verpflichtung_fuer_Unternehmen/Eilaktionen/Sandblasting/Pressemappe_INKOTA_Sangestrahlte_Jeans_Oft_gestellte_Fragen_zum_Sandstrahlen_von_Jeans.pdf [17.07.13]
(21) http://www.inkota.de/themen-kampagnen/soziale-verpflichtung-fuer-unternehmen/eilaktionen-saubere-kleidung/aktuelle-faelle/sandgestrahlte-jeans/killer-jeans-die-ccc-forderungen/ [17.07.13]
(22) http://www.saubere-kleidung.de/index.php/eilaktionen/faelle/293-sandgestrahlte-jeans-    
breathless-for-blue-jeans [17.07.13]

 

                      • Umweltprobleme und Auswirkungen auf die Gesundheit

Die Herstellung von Kleidung hat gravierende Auswirkungen auf unsere Umwelt. Große Mengen an Wasser, Energie und nicht erneuerbaren Rohstoffen werden dafür benötigt. Während des Produktionsprozesses fallen große Mengen an Emissionen und Abwasser an.
Bereits die Primärproduktion der Fasern ist eine große Umweltbelastung. Der Anbau  von Baumwolle für Naturfasern ist mit einem enorm hohen Wasserverbrauch sowie einem extrem hohen  Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatz verbunden. Und für die Herstellung von Chemiefasern werden jedes Jahr ca. 0,8% des derzeit geförderten Erdöls verbraucht – das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von Belgien (26).
Bei der Weiterverarbeitung der Rohstoffe wird eine Vielzahl an Chemikalien eingesetzt, unter anderem zur Herstellung der Garne und zum Färben der Stoffe. Diese Chemikalien, die über das Abwasser in die Natur gelangen, sind dort meist nur schwer abbaubar, was teilweise zu erheblichen Schäden führt. Beispielhaft für die Probleme, die die Textilindustrie verursacht, sind die indischen Städte Vapi und Tirupur, die zu den schmutzigsten Orten der Welt zählen. Vapi liegt am Ende des „Goldenen Korridors“, einem 400 km langen Industriegürtel im Bundesstaat Gujarat mit mehr als 1.000 Fabriken. Dort werden unter anderem Farben für die Textilindustrie, Bleichstoffe und Lederprodukte hergestellt. Die Betriebe leiten ihre Abwässer meist ungefiltert in die Kanalisation oder die Flüsse, obwohl es auch in Indien staatliche Umweltauflagen gibt.Doch Abwasserreinigungsanlagen sind teuer und Kontrollen selten.
http://www.greenpeace.org/india/Global/india/image/2005/3/visibly-toxic-effluents-from-t.jpg

Tirupur ist einer der weltweit größten Produktionsstandorte der Bekleidungsindustrie. Allein die Färberein in der Region leiten täglich 120 Millionen Liter Abwasser in die Entwässerungsgräben. Die Umweltprobleme sind enorm. Die Menschen, die dort leben, werden von dem verseuchten Trinkwasser krank und Bauern werden aufgrund verschmutzten Grundwassers und verseuchter Äcker immer weiter vom Stadtgebiet zurückgedrängt (23).

Wasserverbrauch
Zum Reinigen und Spülen der Kleider und zum Kühlen der Maschinen werden riesige Mengen an Wasser verbraucht (28). Wenn man alle Produktionsschritte miteinberechnet, werden für die Herstellung einer Jeans 11.000 l Wasser benötigt (27). Das ist angesichts der Tatsache, dass sauberes Trinkwasser immer knapper wird, eine beachtliche Menge. Doch nicht nur in den Entwicklungsländern wird Wasser für die Produktion von Textilien benötigt. In Deutschland ist die Textilveredlung, vor allem für die Autoindustrie, der Industriezweig mit dem höchsten Abwasseranfall. Diese Abwässer sind teilweisemit schwer abbaubaren Chemikalien belastet (26).
Gefahren für Konsumenten
Doch nicht nur in den Herstellungsländern führen die Chemikalien zu Schäden an Mensch und Umwelt. Auch für die Konsumenten, die die mit giftigen Chemikalien bearbeiteten Kleider tragen, besteht eine Gefahr für die Gesundheit. Insgesamt gibt es bis zu 7.500 Zubereitungen von Hilfs- und Ausrüstungschemikalien aus 500-600 verschiedenen Wirkstoffen, die eingesetzt werden, um die Textilien zu färben und weich, knitterfrei, bügelleicht oder wasserdicht zu machen. In Deutschland muss lediglich die Art der Faser angegeben werden. Eine Kennzeichnungspflicht für die Inhaltsstoffe der Kleidung gibt es nicht. Bei Stichproben unabhängiger Prüfer werden immer wieder Schadstoffe in der Kleidung gefunden. Obwohl beispielsweise der Einsatz von Pentachlorphenol PCP in Deutschland verboten ist, gelangen Textilien mit diesem Inhaltsstoff, der das Hormonsystem schädigt, über Importe aus beispielsweise den USA, Indien, Taiwan oder China, auf den deutschen Markt (23).
Orientierungshilfen für Verbraucher
Vielen Textilhändlern, die als Abnehmer der Endprodukte einen großen Einfluss haben, sind die Produktionsbedingungen egal und oft sind die Lieferketten der Zulieferbetriebe, die einzelne Produktionsstufen an Subunternehmer weitergeben,  undurchsichtig und nur schwer kontrollierbar (23). Dennoch gibt es einzelne Bemühungen, die Produktionsbedingungen zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist der Bluesign-Standard, ein Zertifikat, das vergeben wird, wenn schon vor Beginn der Produktion festgestellt wird, ob die verwendeten Komponenten den Standard erfüllen.
Anhand einer Bestandsaufnahme vor Ort werden detaillierte Umsetzungsempfehlungen erarbeitet. Der Ansatz berücksichtigt sowohl Verbraucherschutzkriterien, als auch Arbeitssicherheit, Abwasser und Abluft (25). Es gibt einige Sportartikel- und Modemarken, die sich auf dieses Zertifikat verlassen. Beispielsweise der Freizeitbekleidungshersteller Vaude oder der Bergschuhhersteller La Sportiva (24).

Quellen:

(23) K., Diekamp, W., Koch (2010): Eco-Fashion, Top Labels entdecken die Grüne Mode, Stiebener Verlag GmbH, München, S.91ff.
(24) http://www.bluesign.com/consumer/how-to-find-it#.UhcC7j9h_F0
(25) http://www.dailygreen.de/2010/11/18/oko-test-gute-bewertung-von-bluesign-standard-10035.html [24.07.13]
(26) http://www.umweltbundesamt.de/nachhaltige-produktion-anlagensicherheit/nachhaltige-produktion/textilindustrie.htm [24.07.13]
(27) http://virtuelles-wasser.de/jeans_burger.html
(28) http://www.worstpolluted.org/projects_reports/display/105 [24.07.13]

                      • Altkleidung

In Deutschland werden jedes Jahr ca. 750.000 Tonnen Textilien aus Privathaushalten aussortiert und an Kleidersammlungen gegeben. Neben karitativen Einrichtungen gibt es gewerbliche Altkleidersammlungen, die nur vortäuschen, die Kleidung für karitative Zwecke zu sammeln. In Wirklichkeit verdienen diese Firmen mit der Sammlung von Kleidung Geld. Manchmal sammeln auch Textilhersteller und Einzelhandelsfirmen Altkleidung und bieten ihren Kunden dafür einen Rabatt beim nächsten Einkauf. Diese Aktionen sind meist aber nur ein Marketinginstrument, um die Kunden an sich zu binden und den Absatz zu steigern, was einen Wiederspruch zum ursprünglichen Gedanken der Altkleidersammlung, den der Nachhaltigkeit, darstellt. Sinnvoller ist es deshalb, aussortierte Kleidung an gemeinnützige Einrichtungen abzugeben, die die Kleidungsstücke nach ihrer Qualität sortieren und als Secondhand-Kleidung oder Rohstoff weiter verwerten (30). Vertrauenswürdige Einrichtungen sind: www.aktion-hoffnung.de, www.fairwertung.de und www.klamottentausch.net.

Quellen:

(29) FAIRER EINKAUF IN MÜNCHEN – gewusst wo!, Nord Süd Forum München e.V., 2012.
(30) http://www.fairwertung.de/archiv/archiv.news/news.60/index.html [16.07.13]

 

                      • Ökologische und sozial faire Kleidung

In der Bekleidungsindustrie gibt es zwar jede Menge Missstände, es gibt aber auch die andere Seite: Unternehmen, die versuchen, ihre Ware so nachhaltig wie möglich herzustellen, die sich für soziale Gerechtigkeit und bessere Bezahlung in ihren Partnerbetrieben einsetzen und die teilweise sogar alte Materialien in ihren Produkten recyceln. Für diese Unternehmen gibt es eine Vielzahl an Beispielen: kleine Unternehmen, wie die Augsburger Modemarke manomama oder die Firma Freitag in der Schweiz, die Taschen aus alten LKW-Planen produziert. Und es gibt auch mehrere große engagierte Unternehmen,  wie Hess Natur oder der Sportmodehersteller Patagonia, der sich für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzt (31). Für Verbraucher lohnt es sich, vor dem Kauf bei den Unternehmen nachzufragen, unter welchen Bedingungen die angebotene Kleidung hergestellt wurde und bewusst nach Produkten zu suchen, die mit Siegeln für faire Produktionsbedingungen zertifiziert sind.

Quellen:

(31) K., Diekamp, W., Koch (2010): Eco-Fashion, Top Labels entdecken die Grüne Mode, Stiebener   Verlag GmbH, München, S.18ff und 163ff.

 

 

                      • Was kann ich ganz persönlich tun?

 

Jeder einzelne von uns kann mit dem eigenen Konsumverhalten dazu beitragen, die Probleme, die durch die konventionelle Herstellung von Textilien entstehen, zu verringern. Es gibt eine Vielzahl an Labels und Organisationen, die sich für eine ökologisch und sozial verträglichere Herstellung von Kleidung einsetzen. Auch in München gibt es Läden, die nachhaltig produzierte, schicke Mode verkaufen, denn Öko-Kleidung ist längst nicht mehr mit Schlabber-Look gleichzusetzen! Eine Auswahl dieser Läden ist unter http://www.muenchen-fair.de/produkte/kleidung zu finden. Außerdem hat das NORD SÜD FORUM e.V. eine Broschüre „Fairer Einkauf in München – gewusst wo“, die auch Adressen für faire Kleidung enthält, herausgebracht. Die Broschüre gibt es im  EineWeltHaus in München oder unter
http://www.nordsuedforum.de/nosfo/kampagnen/fairer_einkauf.shtml. Die Broschüre enthält auch eine Liste an Ökokleidungs-Anbietern im Internet.
Und wer glaubt, sich ökologische Mode nicht leisten zu können, sollte wissen, dass man ein ökologisch korrekt produziertes T-Shirt zwar nicht für 5 Euro bekommt, dass die Kosten für Kleidung aber nicht höher werden, wenn man sich dafür nicht jede Woche ein neues Kleidungsstück kauft.

Weitere Tipps für nachhaltige Kleidung:
•    Textilien länger nutzen. Je höher die Lebensdauer, desto günstiger die Ökobilanz. Auf gute Qualität achten. Abgelegte Kleidung kann man verschenken, verkaufen oder tauschen. Umgekehrt findet man in Second-Hand-Läden manch hochwertiges Textil zu einem günstigen Preis.
•    Weniger Kleidung kaufen: es muss ja nicht jede Woche ein neues Shirt sein.
•    Hanf und Leinen bieten als Faserpflanzen umweltschonende Alternativen, denn für die Produktion von einem kg dieser Textilien wird nur etwa ein Viertel der Wassermenge benötigt (2.500 l) wie bei Baumwolle (11.000 l). In unseren Breiten reicht dafür das Niederschlagswasser. Das Grundwasser wird geschont (33).
•    Auf Siegel achten: es gibt eine Vielzahl an Labels und Zertifikaten für ökologische Mode. Nicht alle sind vertrauenswürdig. Vertrauenswürdige Siegel sind zum Beispiel  (32)
Eine Beurteilung weiterer Naturtextilien-Labels gibt es unter http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/chemie/20110825_FS_Textillabel_FINAL.pdf

•    Aktiv werden: große Unternehmen, die Kleidung unter ökologisch und sozial unfairen Bedingungen produzieren lassen, müssen wissen, dass viele Verbraucher damit nicht einverstanden sind! Deshalb lohnt es sich, aktiv an diese Unternehmen heranzutreten und sich an Protestaktionen zu beteiligen. Die Kampagne für saubere Kleidung startet häufig derartige Aktionen: http://www.saubere-kleidung.de/index.php/eilaktionen

Quellen:

(32) http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/stationen/faire-kleidung-textilindustrie-ausbeutung-100.html [08.07.13]
(33) http://virtuelles-wasser.de/baumwolle.html [11.07.13]

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Quellen- und Literaturverzeichnis

 

Nachhaltige Ernährung:

 

Massentierhaltung:

 

Gen-Food:

 

Ökologischer Landbau:

 

Saisonales Obst und Gemüse:

Katrin Schüppel: „Kann ich die Welt retten?“